Intensivpädagogische Jugendhilfe

Die intensivpädagogische Betreuung ist eine Jugendhilfemaßnahme im Sinne eines Time-Out-Projekts nach § 35a SGB VIII und § 35 SGB VIII.

 

Die Betreuung findet orientiert am Einzelfall und dem individuellen Hilfebedarf entweder im Sozialraum des Kindes/des Jugendlichen oder an unseren Standorten in Mannheim Neckarau und Otterstadt statt. 

 

Erlebnispädagogische Angebote sowie Ferienfreizeiten ergänzen das Angebot.

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren in Entwicklungskrisen, insbesondere an solche, die schulmüde sind, die Schule verweigern oder von der Schule ausgeschlossen wurden. 

 



RahmenBedingung

Als Jugendhilfemaßnahme entscheidet das Jugendamt über Dauer und Umfang der Hilfe. Die Schule bewilligt die Befreiung vom Unterricht.

 

Die Erfahrung zeigt, dass im Sinne einer Tages- und Wochenstrukturierung eine hohe Betreuungsintensität für einen Zeitraum von 6 Monaten erfolgen sollte. 

 

Die durchschnittliche Verweildauer bis zur Reintegration in die Schule beträgt mit Blick auf unsere Statistik 10,9 Monate.

 



Was uns wichtig ist

  • die Schaffung von Bindung durch eine individuelle (in der Regel 1zu1) Betreuung durch ein Klima der Wärme und des gegenseitigen Respekts.
  • Die Schaffung einer Kultur der Selbstbestimmung und Partizipation, in der das Erlernen demokratischer Prozesse eine große Rolle spielen.
  • Ein strukturierter Tages- und Wochenrhythmus.
  • Eine enge Kooperation mit Elternhaus und Schule mit dem Ziel der Reintegration.

 



Projektorientiert

Der Fokus der Betreuung liegt auf einem projekt- und handlungsorientierten Ansatz mit Blick auf den Einzelfall. Dieser Ansatz beinhaltet die Ideenfindung, konkrete Planung und Durchführung eines eigenen Projekts, welches sich an den Interessen und Ressourcen des Kindes orientiert (z. Bsp. Maskenbau, Bau eines Hühnerstalls, Renovierung des Bauwagens, Projekte im Sinne des "Lernens durch Engagement").